Oberpfalz statt Omaha! Modernes Ladengeschäft plus erfolgreicher Online-Shop – das sind die beiden vertrieblichen Standbeine der Metzgerei Lotter. Im Sortiment setzt das Familienunternehmen konsequent auf Nachhaltigkeit und
qualitativ hochwertiges Fleisch aus der Region. Die APRO.CON Datenbank dient dabei als zentraler Dreh- und
Angelpunkt für eine übergreifend prozessoptimierte Warenwirtschaft.
Wir brauchen kein Fleisch aus Übersee“, sagt Johannes Lotter, Fleischsommelier und Chef der gleichnamigen Metzgerei in Sulzbach-Rosenberg. „Mit unserem bayerischen Fleckvieh haben wir beste Qualität direkt vor unserer Haustür. Wir schlachten selbst, kennen über viele Jahre die Landwirte, von denen wir unsere Schlachttiere beziehen. Wir wissen, wie die Tiere aufwachsen und ernährt werden. Wir sehen uns als klassische Dorfmetzgerei, der es wichtig ist, die Werte und Tradition unseres Handwerks hochzuhalten.“
Früher Vorreiter im Online-Verkauf
Was Lotter so besonders macht: Der Verkauf der Dorfmetzgerei endet längst nicht mehr am Ortschild. Schon 2014 ging die Metzgerei Lotter mit einem eigenen Webshop an den Start. „Das war die Zeit, als der erste Grill- und BBQ-Boom mit Dry Aging und Special Cuts aufkam“, erinnert sich Johannes Lotter. „Wir sind selbst begeisterte Griller. Mit dem Wissen um die Qualität unserer Produkte wollten wir gezielt in diesen Markt einsteigen. Dass ein Vertrieb für diesen damals noch sehr engen Nischenmarkt nur über unser Ladengeschäft nicht funktionieren wird, war uns schnell klar. Das war der Auslöser, mit dem Webshop eine zweite Filiale in Ergänzung zu unserem Ladenverkauf zu eröffnen.“ Mit Erfolg: Mittlerweile machen Johannes Lotter und seine Frau Nadja etwa vierzig Prozent ihres Umsatzes online.
Wechsel auf Mettler-Toledo Waagen und APRO.CON
Im Zuge der damaligen Übernahme und Modernisierung des elterlichen Betriebs wechselte Johannes Lotter auf Waagen von Mettler-Toledo. Des Weiteren tauschte er die bisherige Warenwirtschaftssoftware eines Waagenwettbewerbers gegen APRO.CON als neue Warenwirtschaftslösung aus. „Das war eine meiner ersten unternehmerischen Entscheidungen“, so Johannes Lotter. „Auch wenn wir heute sehr digital unterwegs sind, ist mir als relativ kleiner handwerklicher Betrieb der persönliche Kontakt zu unseren Partnern immer sehr wichtig. Bei den ersten Gesprächen mit Michael Mörtl merkten wir schnell, dass wir mit ihm einen Partner gefunden haben, der sein Geschäft so lebt, wie wir unsere Metzgerei leben. Vor unserer endgültigen Entscheidung hörten wir uns auch noch bei Kollegen um, die APRO.CON bereits nutzten und wie ihre
Erfahrungen sind. Das machte uns die Entscheidung für einen Wechsel am Ende dann recht einfach.“
Erweiterung der Filiale um SB-Shop-Bereich
Unterstützt von SYNER.CON Partner Mörtl erweiterte die Metzgerei Anfang 2025 ihr Stammhaus mit der Genussbox um einen APRO.SBStore-Bereich. „Wir haben damit unser Stammhaus zu einer Hybridlösung ausgebaut. Mit der Genussbox richten wir uns an alle, die auch außerhalb unserer Ladenöffnungszeiten nicht auf frische Produkte verzichten wollen. Sobald der Verkauf an der Bedientheke beendet ist, fahren wir eine textile Jalousie zwischen dem Theken- und SB-Bereich herunter“, so Johannes Lotter. Die Lotter Genussbox für den SB-Verkauf ist täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Zutritt erfolgt mit EC- oder Kreditkarte am Lesegerät an der Tür. Alternativ können die Kunden sich einmalig über einen QR-Code registrieren oder sich mit ihrer Lotter Kundenkarte den dauerhaften Zugang zur Genussbox sichern. Bezahlt wird kontaktlos und sicher mit EC- oder Kreditkarte am SB-Check-out-Terminal. Hierzu scannt der Kunde seinen Einkauf, wie er es u. a. von SB-Kassenzonen im Lebensmitteleinzelhandel kennt. Bezahlt werden kann selbstverständlich auch mit auf dem Smartphone hinterlegten EC- und Kreditkarten. Auf Bargeld als SB-Zahlungsmittel verzichtet die Metzgerei. Johannes Lotter: „Wir haben uns aus Kostengründen sowie dem zusätzlichen Aufwand, den wir mit dem Bargeldhandling hätten, gegen die Installation eines Kassenautomaten entschieden. Unsere Filiale ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 7:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. Wer bar bezahlen möchte, kann das bequem während unserer langen Öffnungszeiten an der Bedientheke tun.“
SB-Shop: Win-Win-Situation für Kunde und Metzgerei
In der Entscheidung, die Filiale zu einem Hybridmodell umzubauen, sieht Johannes Lotter eine Win-Win-Situation für die
Metzgerei und ihre Kunden. „Heute bestellt, morgen geliefert: Die Mehrzahl der Leute shoppt im Internet, das weckt auch eine andere Erwartungshaltung bei Einkäufen im stationären Handel. Kunden wollen nicht mehr so stark an Öffnungszeiten
gebunden sein, sie wünschen sich da mehr Flexibilität. In einem Fachgeschäft wie unserem sollten Kunden schnell bedient
werden und nur so kurz wie möglich warten. Sonst machen sie vielleicht einfach auf dem Absatz kehrt, weil es ihnen zu lange dauert. Deshalb haben wir unser Sortiment in der Genussbox sehr umfangreich bestückt und um ein Basisnahrungsmittelsortiment mit regionalen Erzeugnissen wie Backwaren, Nudeln und allerlei Milchprodukten ergänzt. Gerade bei jüngeren Kunden sehen wir häufiger, dass diese auch während der Filialöffnungszeiten nicht zur Bedientheke gehen, sondern direkt den SB-Bereich ansteuern und anschließend an der SB-Kasse bezahlen. Das wiederum bedeutet gleichzeitig auch eine Entlastung für unser Verkaufspersonal, etwa zu Stoßzeiten mittags, abends und vor Feiertagen.“
„APRO.CON ist heute das Gehirn des Betriebs.“
Johannes Lotter macht kein Hehl daraus, dass er den Einstieg ins SB-Geschäft auch vor dem Hintergrund des notorischen Fachkräftemangels in der Branche tätigte. Viele seiner Mitarbeitenden sind schon lange im Betrieb, einige werden in den
kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. „Ob wir dann jede Stelle adäquat neu besetzt bekommen, steht in den Sternen.
Mit dem Hybridmodell sind wir wesentlich flexibler, sollten wir eines Tages wegen Personalmangels an den Öffnungszeiten
schrauben müssen“, so Johannes Lotter.
Eine Artikelnummer, viele Varianten
Besonders charakteristisch für die Metzgerei Lotter ist ihr umfangreiches Sortiment mit einer Vielzahl an Spezialitäten und unterschiedlichsten Rezepturen. Viele Artikel werden über alle drei Vertriebswege – Theke, Genussbox und Webshop – vermarktet. Nicht selten variieren dabei die Mengeneinheiten, Artikelbezeichnungen und -beschreibungen. So wird die feine Stadtwurst an der Theke zur Lyoner oder Fleischwurst im Webshop, um die überregionale Kundschaft besser zu erreichen. Alle Varianten laufen unter der gleichen Artikelnummer. Alle Rezepturen, Zutaten, Nährwertangaben, Etikettenformate und Angaben für eine gesetzeskonforme Auszeichnung sind je Artikelnummer in APRO.CON hinterlegt. Über eine von APRO.CON bereitgestellte Schnittstelle werden die Daten des externen Webshop-Partners in APRO.CON eingespielt. „Dazu möchte ich zwei Komplimente loswerden“, so Johannes Lotter. „An SYNER.CON Partner Steffen Frieman, der uns bei der digitalen Erfassung unserer Rezepturen etc. immer eine große Hilfe ist. Und auch an das APRO.CON Team, das uns, wenn wir Fragen haben, schnell und zuverlässig beiseite steht und die nahtlose Integration unseres seit Jahren betriebenen Webshops ermöglichte.“
APRO.CON Datenbank als zentraler Effizienzbooster
Im Ergebnis profitiert die Metzgerei Lotter mit der APRO.CON Datenbank heute von einer hochgradigen Optimierung ihrer Prozessabläufe. Gleichzeitig minimiert sich der Aufwand für die Artikel- und Datenpflege. Beispiel gefällig? Erfolgt etwa ein Wechsel auf ein anderes Gewürz in einem Grundbrät, so wird diese Änderung automatisiert in alle Wurstvariationen, die dieses Grundbrät verwenden, übernommen. Unabhängig davon, über welchen Vertriebsweg der Verkauf erfolgt. Dies vermeidet unzählige zeitraubende Doppelarbeiten. „Hast du das nicht, wird es schnell komplex und fehleranfällig. Aus den Rezepturen übernehmen wir die Zutatentexte, sodass wir dank der Konsistenz der Artikeldaten auch das Risiko senken, dass es zu fehlerhaften Etikettierungen, etwa bei Nährwertangaben, Inhaltsstof1fen oder Angaben zu Allergenen kommt“, so Johannes Lotter. Ebenso hochgradig automatisiert laufen Bestellungen im Online-Versand Oberpfalz-Beef vom Auftragseingang über die Kommissionierung, Etikettierung und Ausdruck der Paketaufkleber bis zur Bezahlung und Rechnungsstellung sowie Übergabe der Sendung an den Versanddienstleister nahtlos über die APRO.CON Datenbank. Steffen Frieman: „Ich empfehle, den Webshop über den APRO.SHOP aufzubauen. Das vermeidet Doppelarbeiten und liefert den Schlüssel zu einer detaillierten Auswertung der betrieblichen Daten. APRO.SHOP deckt die branchenspezifischen Anforderungen ab. Ich warne davor, mit einem Standard-Webshop von der Stange, die meist auf reinen Stückverkauf ausgelegt sind, in eine später teure Migrationsfalle zu laufen.“
Foto: Daniel Herbst
